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Portrait Hauptgestüt Altefeld PDF Drucken E-Mail
 1732-2007 -  Die Preußische Gestütsverwaltung wurde
           vor 275 Jahren in Trakehnen gegründet
 

 
Streben nach Vollendung  

Wappen-der-Koeniglich-Preussischen GestuetsverwaltungDie Gründung der Preußischen Gestütsverwaltung 1732, also vor 275 Jahren, fällt mit der Gründung Trakehnens als Gestüt für den Königlichen Marstall zusammen. In den Jahren vor 1732 war es mit der Pferdezucht in den preußischen Provinzen nicht
zum Besten bestellt,und so erließ König Friedrich Wilhelm I. am 3. April 1713 ein Edikt zur Verbesserung der Pferdezucht. 


Auf Anraten des Fürsten Leopold von Dessau faßte König Friedrich-Wilhelm I.
den Entschluß, die weit verstreuten Gestüte und deren Verwaltung in einem Großgestüt zu vereinen.


Die Wahl fiel auf ein 3500 Hektar
großes Gelände nördlich der Rominter Heide bei dem Domänenvorwerk Trakehnen. Durch die Pest war Trakehnen entvölkert, und wegen der fehlenden Entwässerung waren die landwirtschaftlichen Flächen in einem desolaten Zustand.  ...


 1732-2007 -  Die Preußische Gestütsverwaltung wurde
           vor 275 Jahren in Trakehnen gegründet
 



... König Friedrich-Wilhelm I. höchstpersönlich fertigte die Entwurfsplanung für die neue Gestütsanlage an und die technische Ausführung übertrug er  dem Architekt Suchololez,
für die Finanzen war der Graf von Schwerin zuständig.


Da Arbeitskräfte damals in dieser Gegend fehlten, wurden 600 Soldaten aus Memel abkommandiert, um das Land wieder urbar zu machen und die Gebäude zu errichten.

Im-August....Stolz konnte Graf Schwerin am 1. September 1732 dem König die Fertigstellung des  Stutamtes Trakehnen melden. Mit 1100 Pferden, davon 530 Mutterstuten, konnte nach sechsjähriger mühevoller Arbeit mit dem Zuchtbetrieb begonnen werden. 

Das neue Mustergestüt erhielt den
Namen " Königliches Stutamt Trakehnen", und in ihm wurden sämtliche in Preußen befindlichen Gestüsabteilungen und deren Verwaltung, die noch aus der Ordenszeit bestanden, vereinigt.

Das Gestüt erfüllte anfangs nicht die Erwartungen des Königs, und so schenkte er es 1739 dem Kronprinzen Friedrich. Das Stutamt lief mehrmals Gefahr, aufgelöst zu werden, weil zeitweise die Remontierung, die Ergänzung des militärischen Pferdebestandes durch Jungpferde, aus anderen Ländern gestellt wurde.

Friedrich der Große hatte meist eine glückliche Hand bei der Wahl seiner Männer. Auch mit Oberpräsident von Domhardt verpflichete er einen der besten Beamten seiner Zeit.  Dieser verwaltete des Stutamt von 1746 bis 1780 und versuchte es in jeder Beziehung zu verbessern und zu fördern.

Ohne Zustimmung des Königs ließ von Domhardt 1779 mit zehn Deckhengsten Stuten von Bauern decken, die 58 Fohlen brachten. Diese Maßnahme kam sehr gut an, so daß die Bedeckungen sprunghaft anstiegen. Ein Bauer aus Groß-Warningken bekam für einen dreijährigen Hengst 100 Taler, das war das Achtfache des üblichen Preises, und dem zufolge wurde die Zahl der Beschäler auf 20 erhöht.

Nach dem  Tod von Friedrich dem Großen ging das Stutamt in den Besitz des preußischen Staates über. Karl-Graf-von-LindenauDamit begann sogleich ein weiterer Aufbau der Gestütsverwaltung und die zielbewußte Entwicklung einer preußischen Landespferdezucht. Im Jahre 1786 wurde Oberlandstallmeister Karl Graf von Lindenau zum Chef der Königlichen Gestüte ernannt.


Mit Gestütsgründungen wie zum Beispiel das Friedrich Wilhelm-Gestüt in Neustadt an der Dosse und der Einführung des"Königlich-Preußischen Landgestütreglements" hatte er großen Einfluß auf die Pferdezucht in Preußen. Die Errungenschaften seiner Arbeit blieben lange Zeit wegweisend.


Auf Anregung des bedeutenden Landstallmeisters von Burgsdorff wurde 1821 das erste Romontedepot errichtet und zehn Jahre später konnte die Remontierung im eigenen Land gedeckt werden.


Zu den Einrichtungen der "Preußischen Gestütsverwaltung" gehörten die Hauptgestüte Trakehnen, Beberbeck, Georgenburg, Graditz, Neustadt a.d. Dosse und Altefeld. Die Landgestüte Rastenburg, Braunsberg, Marienwerder, Labes, Leubus, Cosel, Kreuz, Traventhal, Celle, Osnabrück, Warendorf, Dillenburg und Wickrath sowie die Hengstprüfungsanstalten Georgenburg-Zwion und Westercelle waren über das ganze Land verteilt. 

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges war der Untergang der Preußischen Gestütsverwaltung besiegelt, und Ostpreußen wurde in einen polnischen und einen russischen  Teil gespalten. Trekehnen war eines der schönsten und modernsten Gestüte überhaupt, ein "Heiligtum der Pferde" wie der Dichter Binding sagte. Die endlos langen Eichenalleen waren einzigartig in Deutschland und boten einen Anblick der Harmonie. Ein Vorzeigegestüt mit aller Großzügigkeit in Vollendung , das war das "Preußische Hauptgestüt Trakehnen".

Für das letzte Bauwerk von Bedeutung, das heute noch bestehende Altefeld in Nordhessen, legte die "Preußische Gestütsverwaltung " 1913 den Grundstein. Unter der Leitung von Oberlandstallmeister Burchard von Oettingen entstand ein Hauptgestüt, das in Deutschland einmalig war. Die Gestütsanlage entsprach den modernsten Erkenntnissen in der Pferdezucht und das sowohl in der Stall- als auch in der Weidehaltung. Mit den Häusern für die Bediensteten des Gestüts setzte die Planung soziale Maßstäbe, und so bildet Altefeld tatsächlich den Höhepunkt und Abschluß einer beachtlichen Entwicklung.

Die Lage und die Architektur des Hauptbeschälerstalls machen die nahezu fürstliche Einschätzung der Deckhengste deutlich, und wie in Trakehnen so befindet sich auch in Altefeld der Hauptbeschälerstall in der Nähe des Landstallmeisterhauses.

Jubilaeumsfeier-1932In einem Berich von 1922 ist zu lesen: "Aus vorstehenden Darlegungen dürfte hervorgehen, daß bei der Errichtung des neuen Vollblutgestüts, das bestimmt ist, den krönenden Abschluß in der Reihe der Preußischen Gestüte zu bilden und bei dessen Planung und Ausführung die Baukunst und alle Zweige der technischen Wissenschaft berufen waren, den hippologischen Anforderungen voll gerecht zu werden, alles geschehen ist, um Altefeld zu einem wichtigen und fruchtbringenden Glied im Wirtschaftsleben unseres Vaterlandes zu machen."


Jedoch von den Errungenschaften der "Preußischen Gestüsverwaltung" zehren die deutsche Pferdezucht und der Reitsport noch heute, weil der Grundstein für Zucht und Sport von großen Pferdeleuten wie  Georg Graf  Lehndorff, Burchard von Oettingen, Graf Sponeck und Dr. Gustav Rau gelegt wurde.


Vorbildlich und richtungsweisend in der Pferedezucht , aber auch in der Ausbildung von Pferd und Reiter und in der Schaffung von zeitgemäßen Gestütsanlagen war das Werk der "Preußischen Gestütsverwaltung" das Deutschalnd zur erfolgreichsten Pferdezucht- und Reiternation gemacht hat.
 
                                                                                                            
                                                                                                                       Manfred Graf



Ausstellung  im Altefelder Gestütsmuseum eröffnet
-
275 Jahre Preußische Gestütsverwaltung


Von den Errungenschaften der "Preußischen Gestütsverwaltung" zehren wir noch heute, sagte Gestütsbesitzer Manfred Graf und eröffnete damit die Ausstellung zum 275 jährigen Jubiläum der in Trakehnen 1732 gegründeten "Preußischen Gestütsverwaltung".

M.-Graf-Beate-und-Steffen-BFür die zahlreichen Besucher die zur Eröffnung in die prächtige Museumshalle des Altefelder Gestüts gekommen waren, wurde das große Werk der Gestütsverwaltung lebendig. 


Bei sanften Kerzenlicht und klassischer Musik flackerte die malerische Pracht der Vergangenheit auf. Berühmte Deckhengste, Zuchtstuten und Reitpferde von so bekannten Malern wie Emil Volkers, Prof. Ungewitter oder Franz Krüger machten den Betrachter deutlich, welch großen Stellenwert Zucht und Reiterei innerhalb der "Preußischen Gestütsverwaltung" einst hatten. Die Betrachter konnten sich der ausgewogenen Faszination von bekannten Hippologen, Pferden und Bildern von preußischen Gestüten nicht entziehen.

"Die ostpreußische Heeresremonte galt als das beste Soldatenpferd der Welt, und als die Heimat 1944-45 verloren ging, wurden diese einmaligen Pferde zu Lebensrettern,  als sie  Frauen, Greise und Kinder vor den heranrollenden russischen Panzern gen Westen trugen, erläuterte Graf in seiner Begrüßungsrede. "



Trakehnen war eines der schönsten und
modernsten Gestüte überhaupt, ein "Heiligtum der Pferde" wie der Dichter Rudolf Binding es nannte.

Die endlos langen Eichenalleen waren einzigartig in Deutschland und boten einen Anblick der Harmonie. Ein Vorzeigegestüt mit aller Großzügigkeit in Vollendung, das war das Hauptgestüt Trakehnen.

Geschichte in historischer Stätte erleben, ist die Devise dieser Ausstellung, die schon zum Auftakt ein voller Erfolg war und bis zum 31. Mai 2007 geöffnet bleibt.

 

  Derbysieger Herold

(Öffnungszeiten unter http://www.gestuet-altefeld.de/)

Mit freundlichen Grüssen
 
Ihr Manfred Graf

 


 

 

 

 
 
 

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